Biografie
Ingmar Beck
Chefdirigent · Philharmonie Südwestfalen
Seit September 2026 ist Ingmar Beck Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Gemeinsam mit dem Orchester gestaltet er die künstlerische Entwicklung mit einer klaren programmatischen Handschrift und einem Repertoire, das von der Musik des Barock bis zu Werken des 21. Jahrhunderts reicht. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen musikalische Präzision, stilistische Vielseitigkeit und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musikern.
Zuvor war Beck Kapellmeister am Landestheater Linz. Dort erarbeitete er sich innerhalb weniger Jahre ein außergewöhnlich breites Opernrepertoire und dirigierte Premieren von Mozarts Die Zauberflöte, Händels Rinaldo, Giuseppe Scarlattis I portentosi effetti della madre natura sowie die Uraufführung von Reinhard Febels Benjamin Button. Hinzu kamen zahlreiche Repertoirevorstellungen, darunter Richard Strauss’ Der Rosenkavalier, Korngolds Die tote Stadt, Webers Der Freischütz, Beethovens Fidelio, Werke von Leoš Janáček sowie weitere zentrale Opern des deutschsprachigen und italienischen Repertoires. Insgesamt leitete er zehn Opernuraufführungen an Häusern wie der Hamburgischen Staatsoper, dem Landestheater Linz und mit den Nürnberger Symphonikern.
Als Gastdirigent arbeitete Ingmar Beck mit renommierten Opernhäusern und Orchestern in Europa und Nordamerika zusammen. Engagements führten ihn unter anderem an die Hamburgische Staatsoper, die Opéra de Lyon, die Canadian Opera Company in Toronto sowie zu den Bregenzer Festspielen. Er dirigierte Orchester wie das Bruckner Orchester Linz, die Symphoniker Hamburg, die Nürnberger Symphoniker, die Klassische Philharmonie Bonn, recreation – Großes Orchester Graz, das Swedish Radio Symphony Orchestra und das Orchestre de Paris.
Für seine künstlerische Arbeit wurde Beck mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt den Aspen Conducting Prize sowie den Robert J. Harth Conductor Prize beim Aspen Music Festival in den USA und gewann den Publikumspreis beim Operettenwettbewerb der Oper Leipzig.
Seine musikalische Laufbahn begann bei den Augsburger Domsingknaben. Nach einem Violoncellostudium in Weimar studierte er Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Mark Stringer, das er 2016 mit Auszeichnung abschloss. Künstlerische Impulse erhielt er unter anderem von Daniel Harding, Daniele Rustioni, Bernard Labadie und Robert Spano. Darüber hinaus war er Stipendiat der Wiener Philharmoniker, des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats, der Richard-Wagner-Stiftung sowie der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung.
In der Saison 2026/27 kehrt Ingmar Beck als Gastdirigent an das Landestheater Linz zurück, dirigiert das Brandenburgische Staatsorchester und gibt mit der Philharmonie Südwestfalen sein Debüt im Concertgebouw Amsterdam. Darüber hinaus ist er Gründer des Wiener Kammerorchesters Concerto Sacro sowie des Münchner Barockorchesters Asam Classical Soloists.
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